Schülertheatertruppe des Leibniz-Gymnasiums macht passionierten Potsdamer Theatern Konkurrenz - ein kurzweiliger und unterhaltsamer Theaterabend
"Verflixt und zugenagelt" ist der Titel des Stückes, das die Theaterkekse des Leibniz-Gymnasiums Potsdam unter der Regie von DS- Lehrerin Elke Gerth am 14.01.10 im Bürgerhaus am Schlaatz zur Aufführung brachten.
Mit viel Spiellaune, Begeisterung und Sinn für pointierten Wortwitz animierten sie ihr Publikum nicht nur einmal zum Lachen und sorgten so für einen spannenden und unterhaltsamen Theaterabend.
Geboten wird die Geschichte eines jungen Paares, das sich seinen Lebenstraum verwirklichen möchte, indem es das Beerdigungsinstitut "Verflixt und zugenagelt" gründet.
Die Feier zur Geschäftseröffnung bildet den Rahmen für eine turbulente Story, bei der sowohl die Probleme der exzentrischen Familienmitglieder als auch einiger extrovertierter Gäste zur Sprache kommen. Mit ihrer direkten bodenständigen Art, ihrem losen Mundwerk und perfektem Minenspiel steht Alice Haseloff als Tante der jungen Geschäftsfrau stets über den Dingen und sorgt durch ihre bissigen Kommentare für Erheiterung, während ihre überkandidelte Mutter, gespielt von Susann Kulla, den Familienmitgliedern und Gästen gehörig auf die Nerven geht.
Handymann Florian Schenk als Verlobter der Firmenchefin übersteht so manche heikle Situation mit Gleichmut und Geschick.
Unter den Gästen der Feier glänzen vor allem Torsten Sellmann als geschäftstüchtiger Versicherungsvertreter Luigi Taxelli, die abgehobene Frau Von ( Sasheena Quast) und der lebensmüde Opa Rüstig, gespielt von Alexander Dietze. Natürlich darf in einem Stück, das im Beerdigungsinstitut spielt, der Sensenmann nicht fehlen.
Die Situation eskaliert, als plötzlich im Begräbnisinstitut ein Mord passiert, und der herbeigerufene Inspektor und seine Assistentin haben alle Hände voll zu tun, den Fall aufzuklären.
Die Unterbrechung der Handlung durch Gesangseinlagen und Rezitationen wie aus Goethes "Faust", aber auch Werbespots und Ausschnitte aus dem Unterhaltungsprogramm des Fernsehens boten einerseits den Darstellern die Möglichkeit, ihre vielseitigen Talente zu zeigen, so z.B. Mareike Renner und Christian Tietz als Werbeverkäufer, karikierten aber gleichzeitig die moderne Medienwelt und das Verhalten der Konsumenten.
Der Mann am Klavier, Oliver Schmiel, sorgte meisterhaft für die musikalische Untermalung und Begleitung der Gesangseinlagen. Insgesamt ein gelungener Theaterabend, der glückliche Schüler und zufriedene Besucher zurückließ.


