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Aktuelles Projekt des Leistungskurses Kunst, Klasse 12:

Gestaltung von Bereichen im Altendomizil „Kursana" in der Potsdamer Heinrich-Mann-Allee
Die Zusammenarbeit zwischen dem Leistungskurs Kunst und dem Altendomizil wurde durch eine Anfrage des Hauses an verschiedene Potsdamer Schulen angeregt. Nur unser Gymnasium zeigte Interesse an der Zusammenarbeit und so werden wir nach noch nicht abgeschlossenen Phasen der Ideenfindung im Januar 2009 an die Intensivierung und Realisierung der Gestaltungsideen gehen.


Folgende Bereiche sollen gestaltet werden:

1. Im Wohnbereich eine Haltestelle mit Sitzbank
Dieses ist ein erprobtes Therapiemittel in der Betreuung demenziell Erkrankter. Karola Niederhausen, die als ehemalige Direktorin des Schwedter Domizils die Haltestelle einführte, sagte: „Die Bushaltestelle soll ein Ruhepol sein. Viele der Erkrankten haben einen unendlichen Laufdrang. Sie müssen sich bewegen, immerzu." Demente Bewohner seien häufig rastlos auf der Suche nach ihrem Zuhause. Sehen sie die Haltestelle, könne die Erinnerung an die eigene Vergangenheit einsetzen. „Sie setzen sich auf die Bank, unterhalten sich mit anderen Wartenden, freuen sich."
Dieses Anliegen wird auch im Potsdamer Haus verfolgt. Neben den Entwürfen haben sich die Schüler auch schon beim Potsdamer Verkehrbetrieb um ein originales Haltestellenschild gekümmert.

2. Tür und Umfeld der öffentlichen Toilette im Wohnbereich 1
Die Toilettentür ist zwar gekennzeichnet, die dementen Bewohner fragen aber dennoch oft nach. Daher entstand die bei der Leitung des Domizils die Idee, die Toilettentür wie ein Plumpsklo zu gestalten, um den Bewohnern des Hauses das Finden dieses Ortes zu erleichtern.

3. Wandbilder im Wohnbereich 4 „Templiner See"
Gegenüber von zwei Flursitzgruppen sollen Wandbilder entstehen, die einen Bezug zum Namen des Wohnbereiches herstellen und zugleich eine angenehme Atmosphäre entstehen lassen.

4. Wandbild im Bad des Wohnbereichs 4
Die Idee zu dieser Gestaltung hatte die Leiterin, Frau Göttlicher, sehr spontan bei einer gemeinsamen Hausbesichtigung. Die kühle Atmosphäre des Bades der „Blauen Lagune" soll durch ein buntes Unterwasserbild an einer Dachschräge aufgelockert werden.

 

Weshalb liegt der unterrichtenden Kunstlehrerin, Frau Drohla, so viel an diesem Projekt?

  1. Der allgemeine Rahmenplan für das Fach Kunst benennt „Kommunikation in künstlerischen und medialen Welten" als Halbjahresschwerpunkt und mit diesem Projekt kann dem Thema auf nicht alltägliche Weise entsprochen werden.
  2. Die Schülerinnen und Schüler erleben das Arbeiten „im Auftrag", was eine stete Kommunikation und Abstimmung mit den Auftraggebern erfordert.
  3. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten im Team, was gemeinschaftliches Tun, Diskussion, soziale Kompetenz und Findung gemeinsamer Lösungen, somit auch Kompromissbereitschaft, erfordert.
  4. Die Schülerinnen und Schüler verlassen den schulischen Raum und arbeiten nicht nur für eine Bewertung, sondern für einen wirklichen Zweck.
  5. Die Begegnung mit den im Kursana-Domizil Arbeitenden, vor allem aber auch mit den dort lebenden alten Menschen stellt für die Schülerinnen und Schüler eine oftmals völlig neue, aber mit Blick auf die Lebenswirklichkeit sehr wichtige Erfahrung dar.