Schule am anderen Ort - eine Exkursion des Leistungskurses Biologie 13
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Wann fängt Leben an - Mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle? Beim 7 Wochen alten Embryo, der schon deutlich als Mensch erkennbar ist? Mit 13 Wochen, wie es die gesetzliche Fristenregelung definiert hat?
Und ab wann ist ein Embryo in jedem Fall zu schützen - Nur wenn es sich um ein äußerlich gesundes Kind ohne genetische Defekte handelt? Wenn es ein lebensfähiges Kind ist? Oder einfach in jedem Fall?
Und wer entscheidet ab wann ein Leben lebenswert ist? |
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Dies waren die Kernfragen, mit denen sich der LK13 Biologie am Donnerstag, den 11.12.2008 im Rahmen eines Tagesseminars zur Pränatalen Diagnostik in der Charité Berlin auseinander setzte.
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Nach einer interessanten Einführung zu den philosophischen Bereichen Ethik, Autonomie und Gesellschaft wurden wir in einem sehr anschaulichen Vortrag über die Möglichkeiten und Grenzen der Pränatalen Diagnostik aufgeklärt: Neben rein medizinischen Fakten wurde uns hierbei die Frage nach der Grenze von „search and save" und „search and destroy" aus der Sicht des Arztes nahegebracht. Abgeschlossen wurde dieser Teil mit einem echten Höhepunkt: Wir durften bei einer Ultraschalluntersuchung im siebten Schwangerschaftsmonat dabei sein. |
Es wurde ein Fall vorgestellt, bei dem die Pränatale Diagnostik es ermöglicht hatte, eine Schwangerschaftskomplikation zu erkennen und so ungeborenes Leben zu retten.
Zusätzlich wurde uns ermöglicht, auf der Neugeborenenstation bei einer Untersuchung zuzuschauen und einen Einblick in die Stationsarbeit zu gewinnen.
Nachdem wir so viel theoretisches Wissen erworben hatten, ging es dann direkt in die Diskussion. Der Nachmittag stand im Zeichen der Reflexion und eigenen Gedankenfindung zu dieser schwierigen Thematik, die ja im Prinzip alle, die einmal Eltern werden, betreffen kann: Fakt ist nämlich, dass die schwere Entscheidung, einem behinderten Kind in dieser Welt eine Familie zu sein oder es nicht zu bekommen allein bei den Eltern liegt, die auch allein alle Konsequenzen tragen müssen.
Alles in Allem war es für alle Teilnehmerinnen einer der interessantesten und lebensnahesten Lehrgänge, an denen sie bisher teilnehmen durften und es bleibt zu hoffen, dass dieses Seminar in den folgenden Jahren noch vielen SchülerInnen ermöglicht werden kann!
Christiane Schneider
Referendarin Deutsch / Biologie




