Auf Fontanes Spuren
Theodor Fontane -- der Dichter der Mark Brandenburg - ist im 13.Schuljahr Unterrichtsschwerpunkt im Deutschunterricht. So bot es sich an, am Wissenschaftstag etwas tiefer in die Materie einzudringen und das Fontanearchiv in Potsdam zu besuchen.
Herr Schäfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Archiv, machte uns auf humorvolle Art und Weise mit der wechselvollen Geschichte des Hauses, der Villa Quandt, bekannt, erzählte Anekdoten über die vormaligen Eigentümer der Villa und die wundersame Rettung des zu DDR- Zeiten noch ruinenähnlichen Baus.
Es war schon sehr imposant, vor den Originalausgaben des Fontaneschen Gesamtwerkes zu stehen und seine Bücher in fast alle Sprachen übersetzt zu bewundern, darunter auch eine chinesische Ausgabe mit einer Illustration eines Fontane, der die Gesichtzüge eines Asiaten verpasst bekam, damit er den Menschen dort ähnlich sah und sie sich besser mit ihm identifizieren konnten.
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Sehr spannend und unterhaltsam waren auch die Geschichten über die Wiederbeschaffung der Tagebücher des Dichters und fast märchenhaft muteten die Summen an, die dafür gezahlt werden mussten.
Nach der Besichtigung des Hauses hatten wir Gelegenheit, in Fontanes Bibliothek und seinen Handschriften zu stöbern und zu ausgewählten Themen Informationen einzuholen.
Einige von uns interessierten sich für Fontanes unzählige Briefe, andere für die Beziehung des Dichters zu seiner und anderen Frauen und wieder andere beschäftigten sich mit dem Autor als Theaterkritiker oder informierten sich über Fontanes politische Haltung.
Für uns alle brachte dieser Tag nicht nur einen Wissensgewinn über den Dichter Fontane, sondern auch eine neue Sicht auf Potsdams bewegte Vergangenheit.
Die Deutsch-Leistungskurse 13



