Kongeriket Norge
Das Königreich Norwegen nimmt die Westhälfte der Skandinavischen Insel ein. Das zur westlichen Küste hin steil abfallende Gebirge, die breite Küstenebene sowie zahlreiche Fjorde bestimmen das Landschaftsbild.
Doch an das alles dachten wir noch gar nicht, als wir am 11. April 2011 am Flughafen Berlin Tegel standen und darauf warteten endlich mit dem Flugzeug abheben zu können. Vom 11.04.11 bis 15.04.11 hatten wir nun die Möglichkeit das Land näher kennenzulernen.
Begrüßt wurde unsere Gruppe in Oslo von den norwegischen Austauschschülern. Das Abenteuer konnte nun also beginnen.
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Es war recht ungewohnt in Norwegen zu sein, doch bald fand man sich zusammen und fuhr schließlich gemeinsam zur Schule nach Lunner. Auf dem Weg dahin boten sich zahlreiche Möglichkeiten die wunderschöne Landschaft zu bewundern. Täler und Flüsse wechselten sich mit weiten Ebenen und Seen ab und boten einen Anreiz für das Auge. Sogar ein wenig Schnee war stellenweise noch zu entdecken.
Die Schule sah von außen ganz anders aus als sich mancher von uns vorgestellt hatte und wirkte auch insgesamt etwas kleiner als unsere in Potsdam. Innen wurden wir freundlich von der Schulleiterin willkommen geheißen und Fr. Dammnik überreichte im Namen des Leibniz-Gymnasiums eine Radierung von Sanssouci. Diese sollte auch nach Ende des Austauschs eine beständige Erinnerung darstellen.
Nachdem alles Wichtige abgeklärt war, erfolgte der individuelle Aufenthalt in den Gastfamilien.
Dienstag hieß es früh aufstehen, denn obwohl die Schule erst 8.30 Uhr beginnt, hatte man doch recht lange Wege, die nicht einfach erlaufen werden konnten. Meist fuhren die Gasteltern mit dem Auto oder man nahm den Schulbus. Der Tag brach recht regnerisch heran, doch das machte uns nichts weiter aus. In der Schule angekommen ging es auch gleich mit dem Unterricht los. Eine Stunde umfasste dabei immer 60 Minuten und danach war 10 Minuten Pause bevor die nächste Stunde begann. An diesem Tag erlebte jeder ganz unterschiedliche Stunden, je nachdem was auf dem Stundenplan der Austauschschüler stand. Darunter waren u. a. Musik, Religion und Sport, doch auch für die deutschen Schüler recht ungewöhnliche Stunden wie Hauswirtschaft. Der Unterricht endete 14 Uhr, wie meistens. Danach gab es Lunch in einer nahegelegenen Schule. An diesem nahmen auch französische Austauschschüler teil. Nach dem Essen wurde ein Sportnachmittag veranstaltet. Wählen konnte man zwischen Fußball, Hockey und Volleyball. Dieser endete dann auch recht bald und die deutschen sowie französischen Schüler kehrten in die normale Schule zurück um gemeinsam einen Film zu schauen. Die Norweger mussten im Rahmen ihrer Konfirmation Spenden sammeln gehen.
Doch das größte Abenteuer und wahrscheinlich auch das meist erwartete stellten die Ausflüge nach Oslo am Mittwoch und am Donnerstag dar. Es hatte aufgehört zu regnen und strahlender Sonnenschein begrüßte uns an den beiden Morgen! Oslo ist die älteste Hauptstadt Skandinaviens. Sie ist umgeben von Inseln und bewaldeten Höhenzügen und stellte sowohl in der Vergangenheit als auch noch heute einen guten Ort für Handel, Industrie und Kultur dar. Wer Oslo besucht hat demzufolge die Möglichkeit viele kulturelle, geschichtliche und politische Aspekte hautnah zu erleben.
An beiden Tagen waren für uns viele Führungen organisiert worden. Am Mittwoch besichtigten wir die neue Sprungschanze Holmenkollen, die aufgrund der Nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 saniert worden war. Danach konnte der SkiSimulator von den ganz Mutigen ausprobiert werden. In einem Tempo von 130 km/h wurde eine Abfahrt sowie ein Slalom von Holmenkollen simuliert.
Nachdem wir uns an unseren mitgebrachten Broten gestärkt hatten, ging es mit einer Führung im Kulturhistorischen Museum in Bygdøy zu dem Thema „Wikingerschiffe" weiter. Es konnten drei der besterhaltenen Wikingerschiffe besichtigt werden, die am Oslofjord gefunden worden waren. Weiterhin konnten Skelette von den Schiffen, ein Wagen, Schlitten und Teile der Grabbeigaben besichtigt werden.
Als nächstes schauten wir uns den Panoramafilm „Das Meer als Lebensstil" im Norwegischen Maritimen Museum an. Dieser Film zeigte unvergessliche Bilder der schönen Landschaft und ergänzte diese durch geschichtliche Entwicklungen der einzelnen Regionen. Nach ca. 20 Minuten endete der Film und die letzte Führung für den Tag stand bevor. Nun ging es zu dem direkt gegenüber liegenden Frammuseum. In diesem ist wohl das berühmteste Schiff der norwegischen Geschichte untergebracht :FRAM. Gleichzeitig gilt es als Symbol für alle norwegischen Polarexpeditionen. Wir konnten auch einen kurzen Blick ins Innere des Bootes erhaschen, dann ging es auch schon wieder in Richtung Lunner.
Am nächsten Tag teilten wir uns in zwei Gruppen auf und wechselten uns somit mit den Führungen ab. Auf Englisch gab es eine Führung im Parlament „Stortigent". Die Staatsform Norwegens entspricht einer konstitutionellen Monarchie mit einem parlamentarischen Regierungssystem. Wir hatten das Glück eine laufende Parlamentssitzung beobachten zu können.
Ebenfalls ein Programmpunkt war der Besuch des Nobels Peace Center. Nur der Friedensnobelpreis wird in Norwegen verliehen. Die Ausstellung in der unteren Etage setzte sich mit dem aktuellen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo auseinander. Die obere Etage war eher für Kinder ausgerichtet; viele Medien kamen zum Einsatz.
Nach den Führungen war natürlich auch noch Zeit zum Shoppen. Schließlich mussten noch einige Andenken und Souvenirs ausgesucht und gekauft werden. Der letzte Programmhöhepunkt war das Abschlussbuffet in der Schule, an dem französische, deutsche und norwegische Schüler teilnahmen. Der Abend endete in den einzelnen Gastfamilien recht spät, denn schließlich war das die vorerst letzte Gelegenheit sich gemeinsam auszutauschen.
Der nächste Morgen brach viel zu schnell an. Koffer wurden schnell zuende gepackt und ein letztes Mal machte man sich auf den Weg zur Schule. Zwei norwegische Schülergruppen stellten ihr Projekt, das sie innerhalb der „Gründerwoche" entwickelt hatten, vor. Dabei ging es um die Gründung einer Firma bzw. eines Unternehmens und die praktische Umsetzung. Die Zeit verging wie im Fluge. Ein letztes Buffet wurde aufgebaut und dann war auch der Zeitpunkt des Abschiednehmens gekommen. Gemeinsam fuhren wir noch zum Flughafen. Abschiedsgeschenke wurden ausgetauscht, sich ein letztes Mal umarmt und die letzten Tränen abgewischt. Nach dem Einchecken freuten wir uns wieder darauf nach Hause zu kommen. Gegen 17 Uhr landete unsere Maschine dann im heimatlichen Berlin. Die Eltern wurden begrüßt und insgesamt war man wieder froh daheim zu sein.
Wir haben eine aufregende, spannende und abenteuerliche Woche in Norwegen verbracht.
Ganz herzlich möchten wir uns bei Herrn Sørli sowie Frau Dammnik und Herrn Gniot bedanken, die diesen Austausch ermöglichten.
Laura Beeger Q2



