Schüler des Leibniz-Gymnasium probieren sich mit
der Blindenschrift aus
Wie funktioniert das Lesen mit der Blindenschrift? Das haben wir, die Schüler der 5. Klasse des Leibniz-Gymnasium, uns auch gefragt. Am 7. Mai 2009 betrat unsere Klassenlehrerin mit der sehbehinderten Fr. Seidel unseren Klassenraum. Dann fing Fr. Seidel zu lesen an, mit den Fingern. Wir waren alle hellauf begeistert und probierten die Blindenschrift gleich selber aus und merkten wie schwierig es ist nur mit den Fingern zu lesen. Die Blindenschrift oder auch Brailleschrift wurde nach ihrem Erfinder Louis Braille benannt. Sie funktioniert mit dem 6 Punkte System. Jeder Buchstabe hat verschiedene Punkte. Früher wurden die Punkte mit einem Griffel in das Papier gestochen (das Papier wurde nicht ganz durch gestochen sondern nur soweit bis eine Erhebung auf der anderen Seite war). Heute benutzen Blinde und sehbehinderte Menschen eine Blindenschreibmaschine. Dann zeigte uns Fr. Seidel noch wie sie einkaufen geht und wie sie dabei beim bezahlen das Geld auseinander halten kann. Beim Einkaufen fragt sie meistens einen Verkäufer ob er ihr hilft. Münzen kann sie durch die Riffelung der Ränder unterscheiden. Bei den Geldscheinen benutzt sie eine Schablone in der sie den Geldschein einlegt und dann fühlt bei welcher Markierung der Geldschein endet. Zum Schluss konnten wir noch Fragen stellen, dabei kam heraus das sie durch das Pochen an den meisten Ampeln immer weiß; ob vor ihr eine Ampel ist oder nicht und dass ihr im Straßenverkehr gerne geholfen wird und sie die Hilfe auch gerne annimmt. Am Ende der 90 Minuten hatten alle etwas dazu gelernt, wir waren erstaunt wie blinde und sehbehinderte Menschen den Alltag meistern. Wir danken Fr. Seidel für diesen informativen Nachmittag.
Sarah Siegert, Klasse 5


