Login

Go

DIE STADT IM MITTELALTER- Exkursion nach Brandenburg an der Havel mit dem Geschichtskurs der Q1 von Frau Baller

Im Geschichtsunterricht behandelte der Kurs der Q1 das Thema „ Die Stadt im Mittelalter". Am 20.12.2011 unternahmen wir eine fachgebundene Exkursion in die Stadt Brandenburg an der Havel.
Drei Schüler unseres Kurses hatten die Aufgabe, uns durch die Stadt zu leiten und uns einen Eindruck zu geben. Sie führten uns zu Kirchen, Stadttürmen und Stadttoren, sowie zum Dom.Diese Gebäude stammen aus dem Mittelalter, sind bis heute erhalten und werden aufwändig restauriert.

 

 

Dominsel/Dom St. Peter und Paul

Auf der brandenburgischen Dominsel lag das Zentrum der slawischen Heveller, das 928/929 von König Heinrich I. erobert wurde. Als Brandenburg im Jahre 1157 endgültig erobert wurde, ist 1165 der Grundbaustein des romanischen Domes gelegt worden. Um 1220 wurde die Krypta, welche unter dem Chor und der Vierung liegt, mit importierten Werksteinsäulen neu gewölbt. Bis 1235 hat man die sogenannte „Bunte Kapelle" hinzugefügt. Der hochgotische Ausbau des Doms mit Umgestaltung der Hallenkirche begann um 1295, doch dieser Umbau sollte vorerst unvollendet bleiben.

 

 

 

 

 

 

Erst als 1426 der Ostbau und das Lagerhaus erhöht und eingewölbt wurden, beendete man die gotische Umgestaltung, welche noch bis 1460 andauerte.Insgesamt dauerte der hochgotische Umbau des Doms 165 Jahre.Die neugotische Restaurierung erfolgte dann von 1833-1850.Nachdem die Fundamente des Doms 1961-1965 gesichert wurden, begann 1990 die letzte bisherige Sanierung, welche bis heute noch nicht abgeschlossen ist und dem Aussehen des Domes während der Renaissance entspricht. 

 

 

 

 

 

 

Rathenower Torturm

Ein weiterer Torturm der Stadt Brandenburg war um 1290 nur ein kleines Torhaus mit Zugbrücke und wurde zum Ende des 4. Jahrhunderts mit zwei Obergeschossen fertiggestellt. An den Seiten dieses Turmes wurden sechs Wappen angebracht, welche zum Beispiel den Böhmischen Löwen darstellten. Er diente ebenfalls zum Schutz der Stadt, ist 28 m hoch und besitzt ein Kegeldach, das mit einem Raben verziert ist. Der Turm wurde nach der Stadt Rathenow benannt, in dessen Richtung die angrenzende Straße führt. Er stellt das älteste erhaltene Stadttor der Stadt Brandenburg dar.


 

 

 

Altstädtischer Markt mit Rathaus

Das altstädtische Rathaus ist ebenfalls im gotischen Baustil errichtet worden und so wurde in den Jahren 1470 bis 1480 das Hauptgebäude mit dem Turm errichtet. Es wurde zuerst für Rats- und Schreibstuben genutzt und war bis zur Vereinigung der beiden Brandeburger Städte 1715 der Mittelpunkt der Verwaltung, verlor aber danach die Aufgabe als Verwaltungssitz und erlitt somit einen Bedeutungsverlust. In der Folgezeit wurde die Räumlichkeiten als Warenlager und Kaufhalle genutzt.

Der Roland

Diese Statue ist ein Symbol für die mittelalterliche Rechtsordnung und galt als Zeichen der städtischen Freiheiten. Der Roland wurde 1474 errichtet und ist mit seinen 5,35m eine der höchsten und schönsten Figuren seiner Art im norddeutschen Raum. Auf seinem Kopf befindet sich der „Donnerbart", welcher ihn, der Legende nach, vor Blitzeinschlägen schützen soll.


 

 

Plauer Torturm

Wo sich früher eine ganze Anlage befand, ist jetzt nur ein Rundturm, der Plauer Torturm, übrig geblieben. Als er erneuert wurde, bekam er einen Zinnenkranz mit expressionistischen Formen verliehen. 

 

 

 

 

 

St. Johanniskirche

Die St. Johanniskirche wurde aus märkischem Backstein erbaut und hat als erste Kirche keinen Turm.                                                              Errichtet wurde sie im spätgotischen Baustil.

 


 

Neustädtischer Mühlentorturm

Nikolaus Kraft aus Stettin war Baumeister dieses Turmes und erbaute ihn im Jahre 1411, also der Zeit des Mittelalters. Somit weist sie einige architektonische mittelalterliche Merkmale, wie Backsteinbau aus der Pommerschen Spätgotik, gotische Spitzbogenblenden an den Außenflächen und ein Zinnenkranz an der Spitzhaube des Turmes auf. 

 

 

St. Katharinenkirche

Die St. Katherinenkirche ist die größte Kirche der Stadt Brandenburg an der Havel. Durch den Baumeister Heinrich Brunsberg entstand 1401 die spätgotische Hallenkirche. 

Steintorturm

Dies ist ein 28,5 m hoher Torturm. Er war Teil der mittelalterlichen Wehranlage und wurde Anfang des 15. Jahrhunderts erbaut (erste Erwähnung 1433). Durchmesser des Torturms beträgt 11m.


 

Trotz Kälte und Wind war es eine sehr interessante und unterhaltsame Stadtführung.                                                                                                                             Dafür bedanken wir uns bei den drei „Touristenführerinnen"!

 

 

Im Namen der Q 1,
Melissa Fr.