Zwölf Tage Abenteuer Amerika
Das Leibniz- Team bei den World Finals von Odyssee of the Mind an der Universität von Maryland
Mittwoch, 25.05.2011
Am Mittwochmorgen trafen wir uns alle aufgeregt am Flughafen zum Check-in - um viertel vor sieben in der Früh. Nachdem wir eingecheckt hatten, hofften wir nur, dass der Flieger auch starten würde, denn schließlich lauerte eine fiese isländische Vulkanaschewolke irgendwo in der Atmosphäre. Doch es ging alles gut. Zuerst flogen wir nach Brüssel und dann von Brüssel nach Washington D.C. Auf dem Flug nach Brüssel konnten wir immer nach unten sehen und die Häuser betrachten oder erahnen, da der Himmel wunderschön und wolkenlos war. Für manche von uns war es der erste Flug. Melina zum Beispiel, klammerte sich an meine Hand als wir starteten. In Brüssel angekommen, liefen wir über mehrere Laufbänder um zu unserem Terminal zu kommen. Der Flug nach Washington, war ein wenig langweilig, da man nur unter vier verschiedenen Filmen auswählen konnte, aber wenigstens war das Essen in Ordnung - Lasagne mit Salat. Kaum jemandem von uns ist es gelungen zu schlafen und wenn auch nur zwei Stunden. Jan, der Geburtstag hatte, hatte den längsten Geburtstag, den er je in seinem Leben haben wird - 30 Stunden. In Washington D.C. hieß es dann in einer langen Schlange auf die Einwanderungs- formalitäten warten. Wenigstens waren danach die Koffer schon da, so dass wir schnell aus dem Flughafengebäude raus kamen. Es war heiß und schwül und alle hatten lange Hosen an. Wir quetschten uns alle in einen Bus hinein, dann aus dem Bus raus und rein in die Metro. An der Metrostation, an der wir ausstiegen, wusste keiner so richtig, wo genau jetzt unser Hotel war, aber es war „ganz in der Nähe". Das mag sein, wenn:
- man keinen 20kg schweren Koffer hinter sich her zieht
- man den richtigen Weg weiß
- man ein Auto hat
Wir hatten nichts von alle dem und so marschierten wir einen großen Bogen um das Hotel herum, kamen aber dann doch - verschwitzt und müde - an. Auf dem Weg haben tatsächlich zwei Amerikaner angehalten und haben gefragt, ob etwas nicht in Ordnung sein. Wir hatten uns nämlich als Europäer verraten - Americans never walk. Der Rest des Tages verlief ohne große weitere Ereignisse. Wir alle waren sehr müde und fielen bald darauf in unsere Betten.
Luise
Donnerstag, 26.Mai 2011
Nachdem wir uns aus den Betten gekämpft und gefrühstückt hatten, ging es nach Washington DC. Zuerst gingen wir zum Old Post Office, von dessen Turm man über die ganze Stadt blicken konnte. Als dann das Weiße Haus und andere wichtige Gebäude entdeckt waren, ging es wieder runter und in Richtung Weißes Haus. Als alle Fotos geschossen waren, besichtigten wir das Vietnam Memorial, das Lincoln Memorial und das Korea Memorial.
Auf dem Weg zurück zur Metrostation wären einige fast gestorben, da die Hitze unerträglich war. Dennoch haben wir es lebend zum Hotel geschafft, unser Gepäck abgeholt und sind wieder zurück zur Metrostation. Die Fahrt ging quer durch Washington und der Transport der (in einigen Fällen 20 Kilo schweren) Koffer erschwerte sie auch noch. Nichtsdestotrotz fanden wir - dank der kundigen Anweisungen unserer beiden begleitenden Lehrerinnen - den richtigen Weg und die Metrostation. Dort warteten wir wie viele andere Teams auch auf den Bus zur University of Maryland.. Nach einer kühlen Busfahrt ging es dann weiter (die Koffer immer dabei!) zur Anmeldung. Dort gab es eine Verschnaufpause für die Schüler, während sich die Lehrer um die Anmeldung kümmerten.. Eine freundliche Dame hat uns dann gesehen, wie wir auf dem Rasen rum lagen, und hat uns gefragt, ob wir nicht in einem Film mitmachen wollen, der bei der Eröffnungsveranstaltung gezeigt werden sollte. Wir haben natürlich „Ja" gesagt und haben ganz laut in die Kamera gerufen. „We are from Germany!" Kurze Zeit später erfuhren wir, wo sich unsere Unterkunft befindet und mussten wieder mit dem Gepäck loslaufen. Unsere Zimmer waren alle in einer Wohneinheit untergebracht und von einer Klimaanlage belüftet (wofür wir sehr dankbar waren!). Abends gingen wir zur Dining Hall zum Essen, welches uns glatt aus den Socken gehauen hat. Eine riesige Auswahl an Gerichten und Getränken, die darüber hinaus auch richtig lecker waren. Nach dem Essen haben wir noch ein bisschen in unseren Zimmern rumgeblödelt (die Lehrer waren nicht da...). Doch dann gingen wir ins Bett und freuten uns schon auf die nächsten Tage.
Valeria
Freitag, 27. Mai 2011
Der Tag begann mit einer Überraschung: Zwei von uns gingen freiwillig um 6.00 Uhr morgens joggen! Wobei man eigentlich sagen müsste, dass die eine joggen ging und die andere ihr hinterher trottete. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder nach Washington D.C , um die Smithsonian Institution, besser gesagt eins der Museen, und das Capitol zu besichtigen. Das National Air und Space Museum war ziemlich interessant (vor allem für Jan), da es um die Luftfahrt ging. Außerdem konnte man viele Dinge besichtigen, wie zum Beispiel einen Flugsimulator. Zwei Mädchen setzten sich in diesen Simulator, verstanden aber nicht wie er funktionierte und standen schlussendlich auf dem Kopf. Wieder auf dem Campus angekommen, bereiteten wir uns auf die Eröffnungsveranstaltung vor. Zwei von uns durften an der Eröffnungsparade teilnehmen, die in etwa so abläuft wie bei den Olympischen Spielen. Diese zwei bekamen einen riesigen Hut in den Farben Deutschlands, den sie auch voller Stolz auf dem Weg zur Dining Hall trugen. Die anderen trugen ihre OM- Shirts und waren mit Trillerpfeifen ausgestattet. Eigentlich hätte man meinen können, dass jeder wusste aus welchem Land wir kamen, doch wurden wir gefragt, aus welchem Land wir den sind!!! Nach dem Abendessen trafen wir uns mit Stefan, der uns zum Stadion führte. Unterwegs erfand Jan ein neues Wort: „schmiep". Es war sehr lustig, da niemand wusste, was es bedeutet (auch nicht Jan). Vor dem Stadion trafen wir auf zufällig auf unser Buddy- Team aus Arkansas. Nach einem kurzen Namesaustausch gingen wir ins Stadion. Als die Parade begann, war das Stadion komplett ausgefüllt. Die Gastländer marschierten in der alphabetischen Reihenfolge ein und setzten sich auf den Boden. Wir als „Germany" waren weit vorne mit dabei, doch konnte man uns schlecht erkennen, da wir nur 9 Personen waren. Im Vergleich zu den US-Staaten, die von meist über 20 Personen repräsentiert wurden, waren wir ein kleiner, schwarz-rot-goldener Fleck. Anschließend gab es eine kleine Lasershow und alle Teams bewegten sich Richtung Ausgang. Einige wollten mit Stefan (der einen schwarz-rot-goldenen Hahnenkamm auf dem Kopf trug) und den zwei Mädchen mit den Hütten Fotos machen. Dann trafen wir zum ersten Mal auf unser Host-Team oder eher gesagt auf deren Coach Christy. Wir verabredeten uns bei unserer Unterkunft und fuhren los. Wir warteten und warteten, doch sie kamen nicht. Es war euch nicht ganz leicht sich auf dem Unigelände zurechtzufinden. Doch zum Glück war ein New Yorker Team draußen und spielte Volleyball. Wir fragten sie, ob sie mit uns Pins tauschen wollten. Aus dem Pintrading wurde dann ein lustiges Volleyballspiel. Irgendwann traf unser Homestay Team doch ein und wir tauschten noch ein bisschen Pins. Leicht übermüdet fielen wir in unsere Betten.
Valeria
Samstag, 28.05.2011
An diesem Tag waren wir bereits den 3. Tag in College Park an der University of Maryland. Am Vormittag sahen wir uns die Aufführung unseres Buddy-Teams aus Newport, Arkansas an.
Sie nahmen mit einer Aufführung zu Le Tour Guide teil, die uns gut gefiel. Besonders beeindruckten die Kostüme und Kulissen.
Das Team war echt cool drauf und es machte Spaß mit ihnen zusammen zu sein, weil sie so verrückt waren.
Nach dem Mittagessen sahen wir uns das Gelände an. Das war so riesig, dass es einem schon fast wie eine Stadt vorkam. Es gab sogar eine eigene Buslinie, was gut war, da man so nicht überall hin laufen musste. Außerdem gab es ein Einkaufszentrum, verschiedene Restaurants und vieles mehr. Nachdem wir im Einkaufszentrum einige Souvenirs erstanden hatten, tauschten wir noch Pins und freuten uns über die verschiedenen Pins aus den unterschiedlichsten Ländern.
Das Abendessen war wie immer sehr reichlich. Es gab eine große Auswahl und man konnte sich soviel nehmen wie man wollte und es schmeckte auch noch richtig gut.
Am Abend probten wir zum ersten Mal unser Stück und machten dabei lustige Videos, schreiben E-mails an unsere Eltern - Frau Rüsike hatte einen W-Lan Zugang besorgt - und gingen dann auch erschöpft ins Bett.
Melina
Sonntag, 29.05.2011
Wieder einmal standen wir früh auf um zeitig zu frühstücken und somit die langen Schlangen zu umgehen.
Danach ging es schnell wieder zurück in unsere Unterkunft, um unser Stück noch mal zu proben und zu überprüfen, ob wirklich alle Kulissen da waren. An zwei der Kulissen wurden noch Verschönerungsarbeiten vorgenommen.
Nachdem wir damit fertig waren, wurde es auch schon Zeit zum Mittagessen.
Als wir uns dann vollgefuttert hatten, mussten wir ohne eine Pause weiter zu den Spontanaufgaben.
Wir waren natürlich alle ziemlich aufgeregt!
Diesmal mussten wir uns vorstellen, dass die Geschichtsbucheinträge über die Entstehung verschiedener Bauten oder Gebilde, wie z.B. die Chinesische Mauer, die Sphinx oder den Eiffelturm falsch wären.
Unsere Aufgabe war es nun, uns eine neue Theorie einfallen zu lassen.
Valeria hat z.B. gesagt, dass die Chinesische Mauer eigentlich gebaut wurde, um Stabhochspringer zu trainieren! Oder Jan hatte die Idee, dass der Eiffelturm eigentlich eine Skisprungschanze werden sollte, aber als man gemerkt hat, dass nicht das ganze Jahr Schnee liegt, wurde mitten im Bau abgebrochen.
Der Tag, der bis zu dem Zeitpunkt vielleicht ein bisschen stressig verlief, ging nun ganz entspannt weiter.
Nach den Spontanaufgaben haben wir uns nur ein bisschen ausgeruht und mit amerikanischen Teams unterhalten.
Zum Abendessen sind wir zusammen mit unseren Nachbarn und Freunden aus einem Team aus New York gegangen. Danach waren wir mit ihnen Volleyball und Fußball spielen. Allerdings mussten wir das kurz unterbrechen, um unser Stück ein letztes Mal unseren Betreuerinnen vorzuführen.
Doch als wir damit fertig waren, haben wir zusammen mit den New Yorkern einen großen Berg Süßigkeiten vernascht.
Das war ein schöner Tag!
Juliane
Montag, 30.05.2011
Heute war der Tag der Aufführung. Verständlicherweise waren alle sehr aufgeregt und wollten noch mal üben. Letzte Problemchen mit den Kulissen konnten schließlich doch behoben werden und die eine oder andere Textstelle wurde noch mal geübt.
Wir gingen zeitig zum Mittagessen - so richtigen Hunger hatte aber keiner.
Danach machten wir uns mit Kostümen und Kulissen auf den Weg zum Aufführungsort. Dort angekommen, konnte keiner mehr so richtig seine Aufregung verbergen und die Wartezeit bis wir endlich dran waren erschien endlos.
Im Saal saßen die Eltern und Kinder unseres Gaststeams und einige aus dem Buddyteam. Der Saal war gut gefüllt.
Endlich durften wir rein und losspielen.
Alles klappte gut und auch unsere Betreuerinnen guckten zufrieden. Nach der Aufführung wurden wir von den Judges befragt und danach entlassen. Natürlich waren wir auf unsere Bewertung gespannt. Doch da mussten wir uns noch gedulden.....
In der Zwischenzeit mussten wir unsere Sachen packen, da unser Gepäck von den Gastfamilien abgeholt wurde. Doch dann war es endlich soweit - die Bewertung konnte verkündet werden.... Wir bekamen Lobe für unser Knochenkostüm, die Hintergrundbilder, den Verrückten, für unsere Aufführung insgesamt und für den guten Ausgang der Geschichte. Alles in allem können wir stolz auf uns sein und ein 33. Platz von 59 Teams in unserer Altersklasse kann sich auch sehen lassen.
Die Zeit bis zum Abendessen verbrachten wir mit unseren New Yorker Freunden. Am Abend ging es zur Abschlussveranstaltung, die wieder in dem großen Sportstadion stattfand wie die Eröffnung.
Diesmal hatten wir Plätze auf dem Spielfeld wie alle internationalen Teams.
Die besten sechs Mannschaften jeder Altersgruppe in jedem Problem wurden genannt und ausgezeichnet.
Nach der Veranstaltung trafen wir uns mit den Gastfamilien mit denen wir schließlich ziemlich spät und müde nach Hause fuhren.
Jan
Dienstag, 31.05.2011
Noch müde von der Abschlussveranstaltung und der späten Fahrt zu unseren Gastfamilien standen wir auf und aßen mit unserer Familie, den Glassers, Frühstück. Dann fragte der Vater uns: Rasen mähen oder Schule?
Als alle acht Kinder im Van verpackt waren, ging es los zur Schule. Jenny, unsere Gastmutter, machte Musik an und alle sangen mit - wunderschön, schrecklich schief. Die Schule von Kimmy, unserer Gastschwester, war wirklich schön und stand auf einem Campus. In der ersten Stunde mussten wir uns vorstellen und Fragen beantworten und dann hatten wir eine Art Technikunterricht - dazu gingen wir um dem Block und sollten aufschreiben , welche technischen Geräte wir sahen oder wozu technische Geräte gebraucht wurden. Dann war schon eine große Essenpause. Ein Lehrer brachte eine Kiste voller Eiswürfel auf den Pausenhof und sofort ging die Schlacht los. Danach färbten die Kinder T-shirts und gestalteten sie. Wir wurden von Christy, einer anderen Gastmutter abgeholt, die mit uns einen kleinen Stadtrundgang durch Dover machte. Eis essen und in ein paar Kramläden stöbern war wirklich lustig. Wir waren auch noch in einem laden speziell mit allen möglichen Souveniren aus Dover, Delaware. Dann holten uns schon unsere Familien ab und jeder verbrachte den Abend auf andere Weise.
Luise
Mittwoch 1.Juni 2011
| Auf diesen Tag hatten wir uns schon die ganze Woche über gefreut, denn es ging in einen Wasser- und Abenteuerpark! Dort angekommen, wurden schon eifrig Pläne geschmiedet, wie man am schnellsten alles ausprobieren konnte. Während die einen sich für die Achterbahnen entschieden, gingen die anderen gleich in den Wasserpark, da es sehr heiß war. Alle hatten viel Spaß und konnten gar nicht genug bekommen. |
Doch dann fing es an zu regnen und die Attraktionen wurden alle geschlossen. Aber wir mussten uns sowieso treffen und zum Auto gehen, da uns ja noch eine zweistündige Heimfahrt bevorstand. Doch wer dachte, wir wurden nach Hause gebracht, irrt, denn es ging nämlich noch auf eine Soccer-Party. Das war die Sommerabschlussparty des Teams unseres Gastbruders. Es wurde gegrillt und gefeiert was das Zeug hält. Erst spät fuhren wir nach Hause und fielen in unsere Betten.
Chiara
Donnerstag 2.Juni 2011
Nach einem Frühstück in den Gastfamilien fuhren wir nach Philadelphia. Die Fahrt dauerte fast 3 Stunden, doch die vergingen wie im Flug. Kayla, Kim uns Benjamin aus dem Host- Team waren mit dabei und so wurde viel gelacht. Wir waren alle erstaunt darüber, wie leicht es uns fiel Englisch zu sprechen. In Philadelphia angekommen, stellten wir uns in eine lange Schlange um die Liberty Bell zu sehen. Natürlich wurden auch viele Fotos gemacht. Dabei vergaß Jan jedoch seinen Rucksack mitzunehmen, welcher von Sicherheitsmännern geholt werden musste. Nachdem wir uns alle im Redding Market mit Lunch versorgt hatten, liefen wir ein Stückchen weiter durch die Stadt um Chinatown zu besichtigen, Das Tor war schon sehr schön. Dort gingen wir in ein paar Läden um Souvenire und Geschenke zu erstehen und machten uns danach auf den Heimweg. Nach einer lustigen Autofahrt ging es zurück zu den Familien und wir hatten Freizeit. Während die einen Zuhause blieben und sich mit den Gastkindern vergnügten, fuhren die anderen zu einer Sushi Bar. Am Abend sprangen alle Teammitglieder zusammen mit ihren Gastkindern in den Pool. Nach einem erlebnisreichen Tag schliefen alle recht schnell ein.
Chiara
Freitag, 03.06. 2011
Der Tag begann früh und wieder einmal wollte niemand so richtig aufstehen, aber ich freute mich, denn es ging zum Shoppen. Zuerst brachten wir Kayla und Logan, die Kinder der Gastfamilie, zu Schule. Dort trafen wir Christy und die anderen aus dem Team, um dann ins Outlet Center nach Rebohoth zu fahren.
Dort angekommen, war ich erstmal von den vielen Läden überwältigt. Es gab eine riesige Auswahl an günstigen Klamotten und anderen Sachen. Da wir aber nicht so viel Zeit hatten, schließlich gab es drei solcher Center, die wir stürmen wollten, wurde es ziemlich hektisch. Die Jagd begann - und jeder fand etwas Schönes. Am Ende war das Auto voll mit unseren Einkaufstüten und alle waren glücklich und zufrieden.
Nach einem Zwischenstopp beim Burger Imbiss ging es zur Dickenson Plantage. Dort erwartete uns zuerst ein Mann, der uns über die Geschichte des Hauses und das Leben und Wohnen der Menschen dort erzählte. Das Lustige war, das er auch solche Sachen an hatte, wie man sie früher trug. Später erzählte uns noch eine Frau etwas über die Arbeit dort und einige von uns durften sich im Spinnen und Weben versuchen. Alles in allem war es recht interessant, aber da es so heiß war, war ich froh als wir endlich wieder zurückfuhren.
Unsere Gastmutter brachte uns zum Haus und wie immer, wenn wir ankamen, kläfften die Hunde der Familie, Jess und Max. Jule meinte: „ Das war ja mal wieder klar." Die beiden Hunde liebten wir besonders, sie waren klein süß und knuffig und soooo weich.
Wir zogen unsere Badesachen an, um in den Pool zu gehen. Mittlerweile war es windig geworden und eigentlich wollte ich nicht mehr ins Wasser. Aber zu früh gefreut.... Logan kam und schubste mich ins Wasser. Na Toll!!!! Das Wasser kam mir eisig vor. So mussten wir uns mit einer Wasserschlacht erwärmen - das funktionierte prima und machte Spaß.
Am Abend fuhren wir zum Schulball der Schule, an der unsere Gastkinder lernen. Das fand in der Mensa der High School statt. Wir waren alle fast zwei Köpfe größer als die amerikanischen Kinder - die waren auch erst 4. und 5. Klasse - aber gerade das war lustig. Auch das Tanzen hat richtig Spaß gemacht, obwohl es natürlich schöner gewesen wäre, wenn auch Jungs in unserem da gewesen wären.
Nach dem Schulball fuhren wir mit dem Cabrio unserer Gastmutter noch zum Eis essen. Im Cabrio zu fahren war richtig toll - die beleuchteten Straßen im Dunkeln sahen so schön aus.
Und den Wind zu spüren, wenn man über den Highway fährt, war unbeschreiblich.
Zu Hause sahen wir noch etwas fern, aber die Stimmung war schon irgendwie getrübt, da uns nur noch ein ganzer Tag blieb, ehe wir uns würden verabschieden müssen.
Wir versuchten zwar schon ein wenig, unsere Sachen zu ordnen, aber so richtig erfolgreich waren wir dabei nicht.
Genau wie die anderen Tage war dieser Tag wunderschön und voller Eindrücke und wir gingen spät und todmüde schlafen.
Wir hatten großes Glück in so einer tollen Gastfamilie aufgenommen zu werden. Ich bin einfach nur dankbar für diese tolle Zeit und froh über die vielen Sachen, die ich erleben durfte.
Melina
Samstag, 04.06.2011
Heute
konnten wir endlich mal wieder ausschlafen.
Dann sind wir
aufgestanden, haben gefrühstückt und sind noch mal für 2-3 Stunden
zur Shopping Mall (Einkaufszentrum) gefahren.
Dort wollten wir
noch ein paar Geschenke für unsere Familien und unsere Freunde
kaufen.
Nachdem wir damit fertig waren, haben wir uns zu Hause
noch mal kurz in die Sonne gelegt. Dafür hatten wir allerdings nicht
so viel Zeit, weil wir ja noch zum BBQ zu der anderen Gastfamilie
wollten.
Da wir ja schon am Nachmittag da waren, haben wir uns
die Zeit mit Volleyball, Badminton und Basketball vertrieben.
Das
Essen war sehr lecker. Es gab Hot Dogs, Burger, Mais, Salat und noch
vieles mehr.
Als wir dann alle gestärkt waren, haben wir mit
unsrer Gastgeberin noch ein paar Spiele gespielt.
Langsam wurde
es dunkel.
Wir haben dann ein Feuer angezündet und über der
Glut Marshmallows gegrillt.
Und dann wurde es langsam Zeit, nach
Hause zu fahren, denn der nächste Tag würde ein anstrengender Tag
sein.
Wir haben noch mitten in der Nacht unsere Koffer zu Ende
gepackt.
Ein sehr entspannter Tag, finde ich.
Juliane
Sonntag, 05.06.2011 Abreisetag
Am Vormittag wurden alle wieder zu Christy gebracht. Der Abschied von den Gastfamilien war sehr tränenreich und es wurden noch einige Fotos gemacht.
Allen aus dem Team standen noch auf der langen Fahrt zum Flughafen die Tränen in den Augen.
Am Flughafen angekommen, mussten wir einchecken und durch die Sicherheitschecks. Manche mussten auch zweimal durch die Sicherheitsschleuße, weil sie noch Flaschen oder Kosmetik im Rucksack hatten.
Doch dann ging alles recht zügig. Wir flogen pünktlich ab, nachdem wir noch mal mit andern Fluggästen Plätze getauscht hatten, damit keiner allein sitzen musste.
Der Flug war wieder sehr anstrengend. Die meiste Zeit unterhielten wir uns oder sahen uns Filme an. Während des Aufenthaltes in Brüssel sahen wir uns dort die Läden an - doch alles war ziemlich teuer.
Auf dem Flug nach Berlin holte dann fast alle die Müdigkeit ein. Ich verschlief den Flug vollständig.
Wir waren alle froh, dass wir von unseren Familien abgeholt wurden. Zu Hause gab es viel zu erzählen. Doch ich war auch sehr müde, weil wir schon so lange auf den Beinen waren.
Jan


