Gottfried Wilhelm Leibniz
Gottfried Wilhelm Leibniz wurde am 1. Juli 1646 als Sohn eines Rechtsanwalts und Professors in Leipzig geboren. Bereits als Kind brachte er sich Sprachen wie Latein und Griechisch selbst bei. Im Alter von 14 Jahren begann er 1661 sein Philosophiestudium an der Leipziger Universität. 1663 wechselte er für ein Semester nach Jena. Dort lernte er den Mathematiker und Philosophen Erhard Weigel kennen. Nach einem juristischen Fachstudium verfasste er seine Dissertation "Specimen difficultatis in jure" ("Schwierige Rechtsfragen"). | ![]() |
![]() | 1666 bekam er in Nürnberg den Doktortitel in Recht. Später reiste er
nach Mainz und wurde der persönliche Berater vom Diplomaten Johann
Christian von Boineburg, dem ehemaligen Minister des Kurfürsten von
Mainz. Hier war auch seine größte Schaffensphase. 1673 ging Leibniz für 3 Jahre nach Paris. Er beschäftigte sich dort intensiv mit Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie. Später ging er nach Hannover, wo er Bibliothekar und Geheimrat am Hofe des Herzogs Johann Friedrich von Braunschweig wurde. Er blieb dort bis zum Ende seines Lebens. Er starb am 14. November 1716. |
Besondere Verdienste von Gottfried Wilhelm Leibniz
- In Mainz entwickelte Leibniz die Infinitesimalrechnung, mit der man jede beliebige Fläche exakt berechnen kann. Diese Rechenmethode brachte die Wissenschaft ein großes Stück weiter.
- Die Rechenmaschine, welche Leibniz 1672 erfand, konnte multiplizieren, dividieren und Quadratwurzeln ziehen.
- Leibniz verfasste philosophische Schriften, die einen starken Einfluss auf die deutsche Philosophie hatten, insbesondere auf Christian von Wolff und Immanuel Kant.
- Außerdem entwickelte Leibniz die Dyadik, ein duales Zahlensystem, das heutzutage in jedem Computer verwendet wird. Es werden nur die beiden Ziffern 0 (nicht besetzt) und 1 (besetzt) benutzt. Eine Zahl wird durch die Summe von Zweierpotenzen dargestellt.




