

"Odyssey of the Mind" fördert bei Schulkindern in
einzigartiger Weise Kreativität, divergentes Denken, handwerkliches und
künstlerisches Geschick, Teamgeist, Toleranz und Verständnis für andere,
Selbstachtung und Internationale Verständigung.
Im Mittelpunkt steht der Wettbewerb, für den am Anfang eines jeden
Schuljahres unter verschiedenen Aspekten, technischen oder künstlerischen, fünf
verschiedene Langzeitprobleme für jede der vier Altersgruppen gestellt werden.
Die Mannschaften haben bis zum ersten Wettbewerb Zeit, die Lösung zu einem der
Probleme zu erarbeiten. Es besteht eine enge Zeit- und Kostenbeschränkung für
die Lösung. Außerdem muss alles, was während der Vorstellung von der Mannschaft
verwendet wird (Kulissen, Kostüme, Requisiten, Texte usw.), ohne fremde Hilfe
von den Teammitgliedern selbst gefertigt sein. Ein Team besteht aus maximal
sieben Schülern.
Während eines Wettkampfes müssen sich die Mannschaften aber noch einem vorher nicht bekannten und im Laufe des Tages geheim gehaltenen Problem stellen, dem so genannten Spontan-Problem.
Der diesjährige Wettkampf in
Deutschland fand in Berlin vom 20.02. – 21.02.2004 in der John F. Kennedy
Schule in Zehlendorf statt.



Germany
International ist die deutsche Organisation, die Odyssey of the Mind in Deutschland
organisiert. Sie ist von Creative Competitions Inc., der weltweiten
Odyssey of the Mind Organisation, lizenziert. "Germany
International" deswegen, weil unter der Lizenz von Germany International
neben Schulen in Deutschland auch ausländische Schulen, die in ihren Ländern
noch keine eigene Organisation bilden konnten, starten. Sie ist ein Teil der
Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft e.V. (BBAG), die ihr Büroräume
und -ausstattung zur Verfügung stellt und sie organisatorisch unterstützt.
Germany International entstand 1991, als Dr. sc. Karl-Ernst Plagemann, der auch heute noch der Direktor ist, die Idee von „Odyssey of the Mind" nach Deutschland und ein erstes Team mit Potsdamer Schülern zu den World Finals brachte. 1993 fand zum 1000-jährigen Stadtjubiläum Potsdams das erste Europafestival statt. 1996 gelang es einer Mannschaft vom Weinberg-Gymnasium Kleinmachnow, einen Weltmeistertitel vor 63 Teams aus aller Welt bei den World Finals zu gewinnen.
Seither ist „Odyssey of the Mind" auch beim brandenburgischen
Landtagspräsidenten Dr. Herbert Knoblich und im Bildungsministerium bestens
bekannt, 1999 wurde der Wettbewerb als förderungswürdig anerkannt und genießt
ideelle Unterstützung des Ministeriums. Alle Arbeit wird ehrenamtlich erledigt.
Der gemeinsame Eid aller Beteiligten lautet:
Odyssey of the
Mind is in the air,
In my heart and
everywhere.
My team and l
will reach together
To find
solutions now and forever.
We are the
Odyssey of the Mind!

Unser Thema 2004
Bei dieser Aufgabe soll die Mannschaft eine Aufführung erarbeiten und
präsentieren, die vier Kunstwerke enthält. Diese Kunstwerke müssen zum Leben erwachen,
wenn niemand sie sehen kann. Dann sollen sie in ihren ursprünglichen Zustand
zurückkehren, wenn andere anwesend sind.
Die Mannschaft wird vier Kunstwerke herstellen: zwei werden Kopien von
Werken von Künstlern von einer Liste und zwei werden von der Mannschaft
geschaffene, originale Kunstwerke sein. Die Aufführung muss mindestens eine
Szene enthalten, in der die Kunstwerke zum Leben erwachen und miteinander
interagieren. Die Aufführung soll außerdem eine Figur enthalten, die nicht Teil
der Kunstwerke ist.
Wir haben diese Aufgabe auf der Bühne wie folgt umgesetzt:
In unserem Stück putzt ein Hausmeister ein letztes Mal die Ausstellungsstücke für den kommenden Tag der offenen Tür.
Durch seine Unachtsamkeit entsteht ein Feuer in diesem Klassenzimmer. Er
läuft voller Panik aus dem Raum, weil er große Angst hat.
Während er nicht mehr anwesend ist, erwachen zuerst zwei Chinesinnen,
die das Feuer löschen.

Nacheinander erwachen auch die anderen Kunstwerke, die von ihren Ängsten
und Erlebnissen mit dem Feuer erzählen.



Alle Kunstwerke lernen sich näher kennen und werden Freunde.
Plötzlich kommt der Hausmeister zurück. Die lebendigen Kunstwerke
verschwinden in ihren Bildern und Statuen.
Der Hausmeister bekommt von alle dem nichts mit und stürmt mit einer
Wasserpistole in das Zimmer, um das Feuer zu vernichten. Natürlich weiß er
nicht, dass das Feuer bereits gelöscht wurde.
Als er auf die Feuerstelle sieht, glaubt er, er habe das Feuer gelöscht
und will daraufhin gern Feuerwehrmann werden. Aber der Job ist ihm zu stressig
und er putzt als Hausmeister weiter.
![]() |